Heimat spielend erkunden...

Intention und Funktionsweise des Spiels

In unserer von weitreichenden Globalisierungsprozessen, Schnelllebigkeit und Digitalisierung geprägten Zeit besteht eine der Schlüsselfragen der Zukunft darin, was „Heimat" sein kann und was sie uns Deutschen konkret bedeutet. Wie kann der Heimatbegriff positiv besetzt werden?

 

Diese ganz grundsätzliche Frage stellte das Hauptmotiv dar, vor mehr als fünf Jahren den „Verein für regionalkundliche Bildung MitteDeutschland e.V." ins Leben zu rufen. Initiator hierfür war Rüdiger Ulrich, Professor für Betriebswirtschaftslehre an der HTWK Leipzig, der im Rahmen dessen eine sehr ambitionierte Idee verfolgte: Mithilfe eines Mehrgenerationenbrettspiels soll – auf spielerischem Wege – gerade jungen Menschen der Region Mitteldeutschland geholfen werden, Traditionsbewusstsein und positive emotionale Verbundenheit mit ihrer Heimat zu entwickeln.

 

Gleichzeitig soll auch ein wichtiger Beitrag zur Förderung des Dialogs zwischen Jung und Alt innerhalb der Familien aber auch darüber hinaus geleistet werden. Dank einer Vielzahl von engagierten HTWK-Studenten und regionalen Heimatvereinen konnte die innovative Spielidee über die Jahre erfolgreich umgesetzt werden.

 

Das Spiel namens „MitteDeutschland" verfügt heute über eine einzigartige regionalkundliche Wissensdatenbank. Das Hauptziel des Spiels besteht darin, die eigene Region zu entwickeln, wobei eine der vier Residenzen – Dresden, Leipzig, Erfurt oder Magdeburg – die Startpunkte darstellen. Neben dem Motiv der Entschleunigung soll das Spiel die exponierten Alleinstellungsmerkmale Mitteldeutschlands im Spiel erlebbar machen und somit auch dem Tourismus innerhalb der Region wichtige Impulse geben.

 

Der Spielname „MitteDeutschland" impliziert dabei zum einen die naheliegende Assoziation mit der Region Mitteldeutschland, zum anderen soll aber auch während des Spiels und der damit verbundenen Auseinandersetzung mit der Heimat zur „eigenen Mitte" gefunden werden. Durch eine ausgewogene Kombination aus dem Bildungs- und dem Unterhaltungsfaktor innerhalb der vier Rubriken Naturkunde, Geschichte, Kultur und Wirtschaft / Technik werden die Spieler auf drei Niveaustufen und unterschiedlichen Ebenen von Karten mit ihrer Region vertraut gemacht.

 

Es bleibt grundsätzlich nicht bei der einfachen Beantwortung von Fragen, denn das Erleben spielt sich nicht nur auf dem Spielfeld an sich ab, sondern das beiliegende Begleitheft lädt zudem zur weiterführenden Vertiefung des Wissens ein. Während des Spielverlaufs gilt es auch, im Team Aufgaben zu erfüllen oder mitzuraten. Überdies bedient das erfolgreiche Fortkommen im Spiel auch kreative „activity"-Elemente, sprich das Summen von bekannten Melodien (z.B. das „Steigerlied") und das Zeichnen von Sehenswürdigkeiten (z.B. das „Völkerschlachtdenkmal" in Leipzig).

Ziel und Länge des Spiels

Ziel des Spiels ist es, die auf der Entwicklungskarte vermerkten Wahrzeichen der jeweiligen Stadt zu entwickeln. Dazu müssen Ressourcen gesammelt werden. Diese können zum Bauen eingetauscht werden. Wer zuerst alle Wahrzeichen gebaut hat, hat gewonnen.

 

Die Spiellänge kann auch in Eigenregie begrenzt werden, insofern z.B. nur die Entwicklung von zwei der vier Wahrzeichen zum Sieg ausreicht.

Zielgruppe und Teilnehmerzahl

Alle Generationen von Jung bis Alt, teilnehmen können 2 bis 20 Spieler (in maximal 4 Teams, denn es gibt vier Startpunkte/ Entwicklungskarten).

Das Spiel (Vollversion) besteht aus:

  • einem Spielbrett
  • 4 Spielfiguren (August der Starke, Goethe, Elisabeth von Thüringen, Luther)
  • 4 Entwicklungskarten (Dresden, Erfurt, Leipzig, Magdeburg)
  • 16 Entwicklungschips
  • 120 Ressourcenkarten
  • 201 Spielkarten (Aktions-, Gemeinschafts- und Fragekarten)
  • einem Begleitheft
  • Zubehör (Würfel, Überraschungssäckchen)

 

Die Basisversion enthält nicht das Begleitheft, nicht das Überraschungssäckchen und verfügt über 3x24 Karten.

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